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Barock bis RealismusEin Kupferstich aus „Meisners Schatzkästlein“ um das Jahr 1625 zeigt Burg Kransberg (Cronsberg) mit der damaligen kleinen Kirche neben und den ersten wenigen Häusern unterhalb der Burg und einem See. Noch heute gibt es die Flurbezeichnung „Der untere See“. Der Kurfürst von Mainz verkaufte nach dem Ende des 30jährigen Krieges und den damit einhergehenden Zerstörungen im Jahre 1654 die gesamte Herrschaft Cransberg für 50.000 Gulden an die Familie Waldbott von Bassenheim. Das Anwesen wurde in der nachfolgenden Zeit um einen Gutshof und Stallungen erweitert und diente vornehmlich als Zentrale der landwirtschaftlichen Nutzung der umfangreichen Ländereien. Ab Ende des 18. Jahrhunderts verkam die Burg aus Geldmangel zusehends. Nachdem 1806 dass Herzogtum Nassau die Oberherrschaft angetreten und die Familie von Bassenheim ihre Feudalrechte verloren hatte, nahmen diese finanziellen Schwierigkeiten weiter zu, so dass die Familie sich schließlich im Jahr 1853 entschied, das Objekt an das Herzogtum Nassau zum Preis von 65.000 Gulden zu verkaufen. 1866 wurde nach dem sog. „Deutschen Krieg“ durch den Frieden von Prag dass Herzogtum Nassau durch Preußen annektiert, damit kam auch die Burg Kransberg in preußischen Besitz, was aber den fortschreitenden Verfall nicht stoppte. Im Juli 1874 ließ die Königliche preußische Regierung das Schloss mit sämtlichen Ländereien öffentlich versteigern. Baron Arnold von Biegeleben aus Darmstadt erwarb das Anwesen, nahm umfangreiche Renovierungen vor und baute die Burg im damals beliebten neugotischen Stil aus. Seit dieser Zeit bürgerte sich auch die Bezeichnung „Schloss Kransberg“ für die Anlage ein. |
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