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Die letzten 60 Jahre
Bis 1956 blieb das Schloss unter amerikanischer Verwaltung, es schloss sich eine wechselnde Nutzung deutscher und amerikanischer Geheimdienst- und Militärstellen an. Unter anderem nutze auch die sogenannte „Organisation Gehlen“, der Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes, Schloss Kransberg in dieser Zeit als Stützpunkt im kalten Krieg. Nach zwischenzeitlicher erneuter Übernahme durch die US Army, die hier eine Unteroffiziersschule (NCO Academy) betrieb, wurde das Schloss schließlich 1990 im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung und Wiederherstellung der vollständigen Souveränität Deutschlands von der Bundesvermögensverwaltung mit dem Ziel übernommen, eine Veräußerung des Besitzes zu erreichen. 1995 nahmen die Erben der vormals enteigneten Frau von Scheitlein ihr Vorkaufsrecht in Anspruch und erwarben das in Bundesbesitz befindliche Objekt. Diese boten vor allem die Ausrichtung von Privatveranstaltungen im feudalen Ambiente des Speerschen Rittersaales an. Anfang des Jahres 2000 kaufte ein Internet-Unternehmer das Anwesen, welcher im Zuge des Internet Booms in der zweiten Hälfte der 90iger Jahre ein erhebliches Vermögen erworben hatte. Umfangreiche Restaurierungen und Umbauten wurden in Angriff genommen. Ein Teil des Objektes wurde zu modernen Büroflächen mit umfangreicher technischer Ausstattung umgestaltet, rückgängig gemacht wurden zudem eine Reihe von Bausünden aus der Zeit der militärischen Nutzung nach 1945 mit dem Ziel, den ursprünglichen Charakter des Schlosses wieder herzustellen. Aufgrund des Platzens der Spekulationsblase rund um den „Neuen Markt“ geriet auch dieser Unternehmer in finanzielle Schwierigkeiten, so dass es 2007 zu einer gerichtlichen Zwangsversteigerung von Schloss Kransberg und einer Übertragung auf die HMCS Real Estate GmbH kam.
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