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Mittelalter & RenaissanceAuf einem Hügel aus Felsgestein überragt Schloss Kransberg das kleine Örtchen Kransberg, welches sich in ein enges Taunus-Tal schmiegt. Die Geschichte des Schlosses reicht dabei bis in das 11. Jahrhundert zurück, als auf dem strategisch günstig gelegenen Hügel erste einfache Wehranlagen errichtet wurden, die vermutlich das bereits seit dem 7. Jahrhundert bestehende nahegelegene sogenannte Feldgericht ersetzten. Um 1170 wurde „Cransberg“ durch die Staufer als Teil einer Verteidigungskette Friedberg-Kransberg-Koenigstein-Kronberg zur Verteidigung gegen die Limburger Bischöfe als eine der ersten Steinburgen erbaut. Als einziges und ältestes Element der Gesamtanlage ist aus dieser Zeit der Bergfried erhalten. Herman von Kransberg („Cransperk“ in der historischen Schreibweise), Graf zu Friedberg, ließ in der Zeit von ca. 1200 bis 1250 die Anlage erweitern, aus dieser Zeit datiert der Bau des Palas. Burg und Ort tragen bis heute seinen Namen. Auch das Wappenschild von Kransberg geht auf diesen Grafen zurück. Es wird von einem Kranich geziert, da der Name Kransberg von diesem Vogel abgeleitet ist. Die Burg selbst wurde 1221 erstmalig urkundlich erwähnt. Burgherr war damals Erwinus de Cranichesberg. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg mehrfach den Besitz. 1310 wurde das Anwesen an Graf Philipp IV. von Falkenstein verkauft. Durch Erbschaft folgten zunächst die Herren von Eppstein bevor 1433 durch Erbteilung die Linie Eppstein-Falkenstein die Burg erwarb. Nach dem Tode von Gottfried X. von Eppstein im Jahre 1522 übernahm das Haus Königstein die Burg und das Dorf Cransberg. Bereits im Jahre 1535 erfolgte dann durch Erbschaft ein neuer Besitzerwechsel an die Grafen zu Stolberg bevor die Burg schließlich 1581 von Kurmainz übernommen wurde. |
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